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Obama: "Es hätte jede Schule in Amerika sein können"

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Obama: "Es hätte jede Schule in Amerika sein können"

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Newtown im US-Staat Connecticut trauert um die Opfer des Amoklaufs vom Freitag und der Präsident trauert mit. “In den kommenden Wochen werde ich meine Macht im Amt nutzen, um weitere Tragödien wie diese zu verhindern,” versprach Barack Obama. Die USA täten dafür nicht genug.

Und jeder Amerikaner verstand die vorsichtigen Andeutungen: Es geht um die Kontrolle über mindestens 200 Millionen Schusswaffen in Privatbesitz.

Die Mutter des Todesschützen war eine Waffennärrin. Und die erste, die er auf seinem Amoklauf mit 26 Opfern in einer Schule mit ihren eigenen Waffen erschoss, darunter ein halb automatisches Sturmgewehr. Sie hatte mit ihm Zielen geübt.

Bisher konnte die mächtige USA-Waffenlobby alle Forderungen nach schärferen Gesetzen abwehren.

Mehr noch: Nach Amokläufen bewaffnen sich viele Amerikaner erst recht.

Gnade Hobbart, Schülerin:

“Ich meine, die Politik sollte da außen vor bleiben. Nicht Schusswaffen töten Menschen. Menschen töten Menschen.”

Henry Brown, Priester und aktiver Waffengegner:

“Ich weiß, wovon ich rede. Wir jeden Tag mit denen zu tun. Da laufen neun, zehn, elf, zwölf und 13 Jahre alte Kinder mit Knarren herum. Was heißt da Zugang zu Waffen? Jeder kommt da ran. Das ist die Sache, die sich ändern muss. Dass jeder Zugang zu Waffen hat.”

Der 20-Jährige Amokläufer hatte in der Schule Hunderte von Schüssen abgegeben – als er sich selbst tötete, waren noch mehrere
hundert Schuss Munition übrig. Noch sind seine Beweggründe unklar.

“Es hätte jede Schule in Amerika sein können,” sagte Barack Obama.

Mit dpa