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Charlie Simpsons kältester Gig der Welt


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Charlie Simpsons kältester Gig der Welt

Charlie Simpson wollte ins Guinness-Buch der Rekorde und spielte 15 Minuten lang im sibirischen Oimjakon bei Minus 30 Grad. Das kälteste Open-Air-Konzert der Welt!“Ärzte hatten mich vorher gewarnt. Wenn man seine bloßen Hände länger als 7 Minuten derartigen Minusgraden aussetzt, kann es zu Frostbeulen oder sogar Erfrierungen kommen. Das machte mir natürlich Angst, denn ich brauche meine Finger zum Gitarre spielen. Als wir dort ankamen, war die Kälte kaum zu ertragen und als sich meine Handschuhe auszog war das die qualvollste Erfahrung meines Lebens. Nach zwei Songs sagte ich zum Expeditionsleiter, ich glaube ich halte es nicht durch, das ist zu schwer. Der Schmerz war unerträglich.”
Doch Charlie Simpson hielt durch und spielte mehre Songs von seinem Album “Young Pilgrim”.
Der kälteste Gig der Welt im tiefsten Sibirien war sprichwörtlich eine Schnapsidee. Mit Unterstützung einer Spirituosenfirma wagte Simpson die Expedition ins Eis. Gab es wenigstens Publikum?
“Damit der Weltrekord anerkannt werden konnte, brauchten wir mindestens zehn Zuschauer. In dieser Gegend sind die Leute Rockkonzerte nicht gewohnt. Wir sprachen mit dem Bürgermeister, der ein paar Leute dazu überredete, zu kommen. Das war toll. Wir hatten einen Übersetzer und kamen mit den Leuten ins Gespräch. Es war gut, sich mit ihnen zu unterhalten und zu erfahren, unter welchen Bedingungen sie das ganze Jahr über leben.”
Das russische Dorf Oimjakon hält seinerseits mit minus 72 Grad Celsius den Rekord für die kälteste bewohnte Region der Welt.

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