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Touristen und Kamerateams warten auf den Weltuntergang

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Touristen und Kamerateams warten auf den Weltuntergang

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Das verschlafene Dörfchen Bugarach im Südwesten Frankreichs – kurz vor der Apokalypse. So sehen es jedenfalls eine Prophezeiung der Maya und Gerüchte im Internet voraus.

Demnach geht am 21. Dezember um genau 0.32 die Welt unter. Überleben sollen nur eine Handvoll Auserwählter, die vom Berggipfel in Bugarach aus an Bord eines Ufos in den Weltraum starten.
Touristen und Kamerateams sind schon angereist und wollen das Ende der Zeiten live vor Ort erleben.

Für Corinne, die Besitzerin des Cafés, zahlt sich der Ansturm aus: “Das war wie eine richtige Lawine, die Geschichte vom Weltuntergang in Bugarach. Fest steht: Hier passieren Dinge, die man nicht erklären kann,” fügt sie hinzu.

Viele der 176 Einwohner sind mittlerweile genervt von den Legenden, die um das Pyrenäen-Dorf kreisen. Auch der Bürgermeister Jean-Pierre Delord fühlt sich überrannt vom Bugarach-Boom: “Es ist kaum zu ertragen, dass soviel Wirbel um so was Utopisches gemacht wird. Das ist nicht realistisch. Warum ausgerechnet hier und nicht irgendwo anders?”

Utopisch, wie zum Beispiel die Berichte über einen Magneten im Inneren des Berges sowie seltsame Motorengeräusche, die herausschallen.

Um den Schaden in Grenzen zu halten, sind bereits Hunderte Soldaten zur Verstärkung angereist. In der Nacht zum 21. werden außerdem Feuerwehr und Psychologen im Einsatz sein, damit der mittlerweile 242. Weltuntergang in der Geschichte der Menschheit problemlos über die Bühne geht.