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Nach Attacken: Kinderlähmungs-Impfungen in Pakistan gestoppt

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Nach Attacken: Kinderlähmungs-Impfungen in Pakistan gestoppt

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Die Unicef und die Weltgesundheitsorganisation haben die Impfkampagne gegen Kinderlähmung in Pakistan gestoppt. Seit Montag sind insgesamt neun Impfhelfer von Unbekannten erschossen worden. Die WHO bat nun alle Mitarbeiter, vorerst höchstens zu Hause zu arbeiten.

Eine Frau, die ihre Tochter bei einem Angriff in Karachi verloren hat, sagte: “Die Angreifer behaupten, die Impfkampagne sei von den Amerikanern geplant, um Pakistan zu vernichten. Die Taliban haben hier alles unter Kontrolle, man kann nirgendwo hingehen.”

Ein Passant sagt: “Die Angreifer wissen nichts von der Impfkampagne, sie wissen nicht, dass sie Kindern und somit der künftigen Generation dient. Wer an Kinderlähmung erkrankt, ist für den Rest seines Lebens behindert.”

An diesem Mittwoch wurden drei Impfhelfer attackiert, zwei starben, einer überlebte schwer verletzt. Ob die Taliban tatsächlich hinter den Attacken stecken, ist unklar. Allerdings hatten die Extremisten mehrfach angekündigt, sie würden alle Impfaktionen unterbinden. In den von ihnen kontrollierten Gebieten Pakistans verboten sie im Sommer die Impfungen.