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Waffenrecht: Obama legt sich nicht fest

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Waffenrecht: Obama legt sich nicht fest

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Der amerikanische Präsident Barack Obama hat Konsequenzen aus dem Amoklauf in einer Grundschule der Stadt Newtown (Connecticut) angekündigt. Er habe Vizepräsident Joe Biden beauftragt, schnell Vorschläge zu erarbeiten, die eine solche Tragödie wie in Newtown in Zukunft verhindern könnten.

Obama versprach, es werde nicht sechs Monate lang herumgeforscht und dann ein Bericht veröffentlicht, den keiner lese. Vielmehr würden jetzt sofort wirkliche Reformen erarbeitet werden, über die im Kongress im nächsten Jahr zügig abgestimmt werde.

Vorab hatte das Weiße Haus bereits bekanntgegeben, Obama werde eine Initiative der demokratischen Senatorin Dianne Feinstein zum Verbot bestimmter halbautomatischer Waffen wie Sturmgewehren “aktiv unterstützen”.

Unser Washington-Korrespondent Stefan Grobe meint: “Der Präsident hat keine großen politischen Veränderungen angekündigt, doch ist er sich bewusst, dass die Stimmung im Land nach Taten ruft. Ketten wie WalMart und Dick’s Sporting Goods haben bestimmte Waffen aus ihrem Sortiment genommen, Waffen, wie die die an der Grundschule zum Einsatz kamen. Einige US-Staaten ziehen allerdings auch die Möglichkeit in Betracht, Lehrer nun mit Waffen auszustatten.”

Der 20-jährige Amokläufer Adam Lanza hatte am vergangenen Freitag an der Newtowner Sandy-Hook-Grundschule zwanzig Kinder und sechs Erwachsene getötet. Dabei gab er nach Polizei-Angaben mehrere hundert Schüsse ab, seine Opfer wurden bis zu elf Mal getroffen. Zuvor hatte Lanza zuhause bereits seine Mutter erschossen. Nach dem Blutbad nahm er sich selbst das Leben. Sein Motiv liegt noch im Dunkeln.