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Gewaltwelle gegen Anti-Polio-Teams in Pakistan hält an

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Gewaltwelle gegen Anti-Polio-Teams in Pakistan hält an

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In der pakistanischen Stadt Peschawar sind zwei Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation beerdigt worden, die von Unbekannten erschossen worden waren. An diesem Donnerstag erlag ein weiterer junger Mann seinen Verletzungen, die er bei einem Kopfschuss erlitt. Damit stieg die Zahl der Todesopfer bei der Kampagne der WHO gegen Kinderlähumg in Pakistan auf neun. Die Regierung macht Islamisten für die gezielten Anschläge verantwortlich.

In Islamabad protestierten zahlreiche Menschen für eine Fortsetzung der Polioimpfungen in Pakistan. Die Weltgesundheitsorganisation hatte sie wegen der Gefährdung ihrer Mitarbeiter Am Mittwoch zunächst eingestellt.

Pakistan ist neben Afghanistan und Nigeria eines der Länder, in denen Kinderlähmung noch häufig auftritt. Doch die Schluckimpfungen sind im Land
umstritten. Es hält sich das Gerücht, sie machten impotent. Die Taliban beschuldigten den amerikanischen Geheimdienst CIA, sie durch
die Besuche von Tür zu Tür ausspionieren zu wollen.