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Gruppenvergewaltigung empört Indien

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Gruppenvergewaltigung empört Indien

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Die Gruppenvergewaltigung einer Studentin hat Indien in Aufruhr versetzt. Im ganzen Land kam es zu Protestdemonstrationen. Die Medizinstudentin war am Sonntagabend mit einem Freund in den Bus eines privaten Betreibers eingestiegen. Während der Fahrt durch den Süden der Hauptstadt Neu Delhi wurde sie von vier Männern vergewaltigt, ihr Begleiter brutal zusammengeschlagen.

“Was passiert ist, dass die Verdächtigen auf Kaution freigelassen werden und dann das Opfer belästigen und sie oft in den Selbstmord treiben. Solche Fälle nehmen zu”, beklagt die Landtagsabgeordnete Navjot Kaur Sidhu.

Vier Verdächtige wurden inzwischen festgenommen, nach zwei weiteren wird noch gefahndet. In Indien wird einer Statistik zufolge durchschnittlich alle zwanzig Minuten eine Frau vergewaltigt, in Neu Delhi ist die Rate am höchsten.

Zahlreiche Parlamentsabgeordnete waren über das Verbrechen so entsetzt, dass sie die Arbeit niederlegten und fast den ganzen Tag nur über den Vorfall diskutierten.