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Putin verteidigt Adoptionsverbot

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Putin verteidigt Adoptionsverbot

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Russlands Präsident Wladimir Putin hat auf einer Pressekonferenz in Moskau das geplante Adoptionsverbot für russische Kinder durch US-Familien verteidigt. Fälle von Mißbrauch würden in den USA nicht verfolgt, deshalb sei das Gesetz richtig, so Putin. Außerdem kritisierte er den sogenannten “Magnitsky Act”. Ein US-Gesetz, das russische Beamte für Menschenrechtsverletzungen bestraft.

Wladimir Putin:
“Es ist so, dass die USA ein anti-sowjetisches, anti-russisches Gesetz durch ein anderes ersetzt haben. Sie können einfach nicht ohne so etwas leben. Sie geben sich so viel Mühe, in der Vergangenheit zu leben. Das ist sehr schlimm. Das vergiftet unsere Beziehungen. Zur Frage nach der Adoption unserer Kinder von Ausländern kann ich sagen, soweit ich weiß, lehnt die Mehrheit der Russen das ab.”

Auf eine Frage zu seinem Gesundheitszustand, über den zuletzt spekuliert worden war, sagte Putin:

Wladimir Putin:
“Gerüchte über meinen angeblich schlechten Gesundheitszustand nutzen natürlich meinen politischen Gegnern. Sie wollen dadurch die Legitimität und Handlungsfähigkeit der Regierung in Frage stellen. Aber, wie wir Russen sagen, es lohnt nicht, auf meinen baldigen Tod zu warten.”

Die Frage nach seiner Gesundheit hatte eine Journalistin gestellt, die, ganz im Stile der alten Sowjetunion, hinzugefügt hatte, wie froh sie sei, Putin so vital und fit zu sehen.