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Putin verteidigt Adoptionsverbot und warnt vor Sieg der Assad-Gegner

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Putin verteidigt Adoptionsverbot und warnt vor Sieg der Assad-Gegner

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Russlands Präsident Wladimir Putin hat auf einer viereinhalbstündigen Pressekonferenz in Moskau unter anderem das geplante Adoptionsverbot von russischen Kindern durch US-Familien verteidigt. Misshandlungen würden in den USA nicht verfolgt, deshalb sei das Gesetz richtig, so Putin.
Außerdem kritisierte er den sogenannten “Magnitsky Act”, ein US-Gesetz, das russische Beamte für Menschenrechtsverletzungen bestraft und das das Adoptionsverbot ausgelöst hatte.

Putin: “Es ist so, dass die USA ein anti-sowjetisches, anti-russisches Gesetz durch ein anderes ersetzt haben. Sie können einfach nicht ohne so etwas leben. Sie geben sich so viel Mühe, in der Vergangenheit zu leben. Das ist sehr schlimm. Das vergiftet unsere Beziehungen. Zur Frage nach der Adoption unserer Kinder durch Ausländer kann ich sagen, dass die Mehrheit der Russen solche Adoptionen meines Wissens ablehnt.”

Auf Syrien angesprochen, warnte Putin vor einem Sieg der Assad-Gegner, da unklar sei, was diese vorhätten. Außerdem müssten die Syrer selbst die Krise lösen, so Putin, dessen Regierung an der Seite Assads steht.

Putin: “Die Menschen in Syrien entscheiden selbst, wie sie leben wollen, wie sie für ihre Sicherheit sorgen und wie sie die Gewaltenteilung organisieren möchten. Erst dann kann der Wandel beginnen, entlang der getroffenen Abkommen. Und nicht umgekehrt.

Unterdessen hat ein Gericht in Moskau die bislang 13jährige Haftstrafe des Kremlkritikers Michail Chodorkowski um zwei Jahre gekürzt. Die Richter begründeten den Schritt mit Änderungen im Strafgesetzbuch. Chodorkowski ist seit 2003 in Haft. Putin verteidigte die Strafe für seinen Kritiker auf der Pressekonferenz dagegen erneut.