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Russland warnt vor Parteilichkeit im Syrien-Konflikt

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Russland warnt vor Parteilichkeit im Syrien-Konflikt

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In einem Interview mit euronews hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow davor gewarnt, im Syrien-Konflikt ausschließlich Gespräche mit der Opposition zu führen. Man müsse von beiden Konfliktparteien verlangen, die Gewalt sofort zu beenden und Verhandlungen ohne Vorbedingungen aufzunehmen, so Lawrow. Russland arbeite sowohl mit dem Regime als auch allen Oppositionsgruppen.

Auf die Frage, ob er die Möglichkeit eines Sieges der Opposition und des Abgangs von Assad sehe, antortete Lawrow, es werde in diesem Krieg keine Sieger geben. Lawrow wörtlich: “Es ist ein Krieg der gegenseitigen Vernichtung. Es passieren gerade furchtbare Dinge um ein palästinensisches Flüchtlingslager. Man versucht, die Palästinenser in den Krieg hereinzuziehen.”

“Und ist Russland zur Anerkennung der vereinigten syrischen Opposition bereit?”, fragte euronews-Reporter Alexander Schaschkow.

Es sei gar nicht nötig, irgendjemand anzuerkennen”, so Lawrow. “Wir arbeiten mit allen Oppositionsgruppen, ohne Ausnahme, die diese oder jene Strömung der syrischen Opposition vertreten. Ebenso werden wir mit der Nationalen Koalition zusammenarbeiten, wir sind dazu bereit, oder mit jeder anderen Gruppierung, die sich auf Seiten der Opposition formiert. Wichtig ist nicht die Frage der Anerkennung, sondern dass man alle in dieselbe Richtung drängt.”

Lawrow betonte, wenn es bei der Anerkennung einer Gruppe nur darum gehe, auf diese Gruppe zu setzen – sei es mit Geld oder mit Waffen oder politischer oder moralischer Unterstützung -, dann bedeute das eine Einmischung in den Konflikt zugunsten einer der Parteien. Das ganze Interview sehgen Sie demnächst hier auf euronews.