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Syrien-Konflikt wird zum Krieg der Religionen

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Syrien-Konflikt wird zum Krieg der Religionen

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Der Krieg in Syrien geht mit aller Härte weiter. Die Rebellen meldeten nun unter anderem Gewinne in der Provinz Hama. Außerdem wollen sie eine Stadt, in der sie Anhänger von Präsident Baschar al-Assad vermuten, belagert haben. Die Berichte lassen sich schwer überprüfen. Unterdessen wird der Konflikt immer mehr zu einer Auseinandersetzung religiöser und ethnischer Gruppen. Das geht aus einem neuen UN-Bericht hervor. Ganze Religionsgemeinschaften könnten getötet werden, heißt es.

Der UN-Diplomat Paolo Pinheiro sagte bei der Vorstellung des Berichts, der zunehmend religiöse und ethnische Charakter des Konflikts sei zwar schon seit längerem bekannt, er werde aber immer deutlicher sichtbar. Regierungstruppen und Milizen griffen sunnitische Zivilisten an, Aufständische attackierten Alawiten und andere regierungstreue Minderheiten wie Christen, Armenisch-Orthodoxe oder Drusen, so Pinheiro.

Besonders auf Zentral-Syrien konzentrieren sich die Aufständischen, sie wollen die Versorgungsrouten von und nach Damaskus unterbrechen. Entsprechend hart sind hier die Kämpfe, etwa in al-Houla, von wo diese Aufnahmen sein sollen. Sie wurden unbestätigten Berichten zufolge nach dem Beschuss durch Regierungstruppen aufgenommen und sollen tote Zivilisten zeigen.