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Verschiebung von Chávez' Vereidigung nicht mehr ausgeschlossen

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Verschiebung von Chávez' Vereidigung nicht mehr ausgeschlossen

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Erstmals hat ein enger Verbündeter von Hugo Chávez nicht mehr ausgeschlossen, dass die für den 10. Januar vorgesehene Vereidigung des venezolanischen Präsidenten verschoben werden könnte. Der 58-jährige Chávez wird in Kuba wegen einer Krebserkrankung behandelt. Nach Angaben des venezolanischen Informationsministers Ernesto Villegas ist bei Chávez nach dessen komplizierter Operation eine Atemwegsentzündung aufgetreten. Sein Gesundheitszustand sei aber stabil, hiess es. Die Ärzte in Havanna hätten ihm für die nächsten Tage “absolute Ruhe” verordnet.

Venezuelas Vize-Präsidente Nicolas Maduro, der bis zum 10. Januar die Amtsgeschäfte führt, sagte, Chávez erhole sich jeden Tag ein wenig mehr. Man konzentriere sich ganz auf dessen Genesung. Sollte er jedoch dauerhaft nicht in der Lage sein, die Präsidentschaft auszuüben, habe er konkrete Anweisungen hinterlassen.

In Caracas wurde unterdessen erneut eine Messe zelebriert, in der die Menschen für Chávez’ Genesung beteten. Sollte er seine dritte Amtszeit nicht antreten können, müssen Neuwahlen ausgerufen werden. Chávez hatte für diesen Fall bereits eine Wahlempfehung für Maduro abgegeben. Chávez war in Kuba zum vierten Mal innerhalb von 18 Monaten wegen seiner Krebserkrankung operiert worden. Am vergangenen Sonntag hatten die Venezolaner bei Regionalwahlen den Kurs der Sozialistischen Partei des Präsidenten mit überwältigender Mehrheit bestätigt.