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Großbritannien rüstet sich für den Abzug aus Afghanistan

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Großbritannien rüstet sich für den Abzug aus Afghanistan

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Kurz vor Weihnachten kommt noch einmal Besuch aus der fernen Heimat: Der britische Regierungschef besucht seine Soldaten in Afghanistan.

Gerade erst hat er die Pläne für den Abzug der Truppen bekanntgegeben; Ende 2014 ist auch für die Briten im wesentlichen Schluss. Dann werde nur noch ein Bruchteil der britischen Soldaten hier sein, und darunter überhaupt keine Kampftruppen mehr, sagt David Cameron. Der Abzug werde sich gleichmäßig bis Ende 2014 erstrecken.

Neuntausend britische Soldaten sind zur Zeit in Afghanistan. In einem Jahr sollen es nur noch gut halb so viele sein; in zwei Jahren sind dann überhaupt alle westlichen Truppen abgezogen. Einige Soldaten bleiben aber auch dann noch im Land, um weiter gegen Terroristen zu kämpfen. Wie viele es sein sollen, ist unbekannt.

Der Aufstand laufe nach wie vor, sagt Bob Bruce, der britische Kommandeur in der Provinz Helmand, aber er beherrsche nichts mehr. Die afghanischen Sicherheitskräfte seien Herr der Lage: Jetzt sei es völlig angemessen, dass mehr und mehr Verantwortung an sie übergehe.

Großbritannien hat nach den USA das zweitgrößte Truppenkontingent in Afghanistan. In elf Jahren Krieg sind mehr als vierhundert britische Soldaten getötet worden. Viele Briten sind der Meinung, dass man diesen Krieg nicht gewinnen kann, und wollen ihre Soldaten möglichst schnell wieder nach Hause holen.