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Republikanerstreit gefährdet US-Konjunktur

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Republikanerstreit gefährdet US-Konjunktur

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Dunkle Wolken hängen über dem Kapitol in Washington: Die Budgetverhandlungen zwischen US-Präsident Barack Obama und dem republikanischen Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, John Boehner, scheinen gescheitert – wegen innerparteilicher Streitereien der Republikaner um die Frage von Steuererhöhungen für Reiche. “Wir sind in einer Situation, in der es nach wie vor sehr schwierig ist, die Differenzen zu überbrücken”, sagte Boehner, “wegen der politischen Spaltung im Land und in Washington. Wenn es einfach wäre, dann würden wir schon seit Jahrzehnten an einem Strang ziehen.”

Die Zeit drängt: Ohne Einigung bis Jahresende droht den USA der Sturz von der Fiskalklippe – und in die Rezession. Aber Experten bleiben dennoch optimistisch. “Die Amerikaner, jedes Unternehmen, jeder einzelne Steuerzahler in den USA, werden enormen Druck auf die Republikaner ausüben”, vermutet David Kelly von JPMorgan, “und darum glaube ich, dass es zu einem Deal kommen wird. Man sollte sich nicht auf das Schlimmste vorbereiten und davon ausgehen, dass es keinen Deal gibt.”

Die Fiskalklippe geht auf einen Kompromiss vom Sommer 2011 zurück, als man Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen als Drohung in den Raum stellte, um Demokraten und Republikaner zu einer Einigung zu bringen. Ein Plan, der nun nach hinten losgehen kann: Ohne Deal hätte die US-Durchschnittsfamilie pro Jahr rund 3000 Dollar weniger in der Brieftasche.