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Steine zum Freitagsgebet: Ausschreitungen in Alexandria

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Steine zum Freitagsgebet: Ausschreitungen in Alexandria

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Ägypten entzweit sich im Streit um die Zukunft: Bei einer Kundgebung in Alexandria haben sich Islamisten und ihre oppositionellen Gegner Straßenschlachten geliefert. Die Polizei griff mit Tränengas ein, als beide Lager einander mit Steinen bewarfen.

Die Islamisten hatten zu der Kundgebung nach dem Freitagsgebet aufgerufen, zur “Verteidigung der Islamgelehrten und der Moscheen”, wie es hieß. Auslöser war die Belagerung einer Moschee gewesen, nachdem dort ein Geistlicher für die Verfassung geworben hatte.

“Die Demo der eine Million Menschen heute ist zur Unterstützung der Verfassung gedacht. Außerdem soll sie den Wert der Moscheen und Gelehrten für die Moslems zeigen. Was da in der Moschee geschah, nehmen Moslems und Nicht-Moslems nicht hin”, schimpft ein Demonstrant.

Derweil bereiten die 17 Provinzen, in denen noch nicht über die Verfassung abgestimmt wurde, die zweite Runde des Referendums an diesem Samstag vor. Zehn Provinzen hatten in der ersten Runde abgestimmt. Die Beteiligung war bislang mit etwa 30 Prozent eher niedrig. Die Opposition klagt bereits über Wahlfälschung und rief deshalb ihrerseits zur Demonstration an diesem Freitag in Kairo auf.