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Die Amerikaner und ihr Recht auf Waffenbesitz

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Die Amerikaner und ihr Recht auf Waffenbesitz

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Nach dem Amoklauf von Newtown sind die Waffenverkäufe in den USA sprunghaft angestiegen. Besonders gefragt ist das Bushmaster Sturmgewehr, die Waffe mit der der Amokläufer 26 Menschen an der Sandy-Hook-Grundschule tötete.

Viele Amerikaner decken sich jetzt mit Waffen ein, weil sie fürchten, dass die Waffengesetze demnächst verschärft werden.

Andy Raymond, Waffenverkäufer im US-Bundesstaat Maryland, erklärte: “Es kommt nicht darauf an, wieviele Menschen sterben. Wenn ich da rausgehe und erschossen werde, dann ist der Schütze schuld, nicht die Waffe.”

Die Waffengegner machen unterdessen mobil. Hunderte amerikanische Bürgermeister haben eine Petition unterschrieben, in der Präsident Barack Obama dazu aufgefordert wird, das Waffengesetz zu reformieren. Peter Benjamin ist einer von ihnen:
“Diese Sturmgewehre waren eine Zeitlang verboten. Wir hätten es gerne, dass dieses Verbot wieder in Kraft tritt. Wir fordern zudem, dass die Munition für diese Waffen eingeschränkt wird, denn es gibt schon soviele Sturmgewehre da draußen.”

Das Geschäft mit den Waffen läuft gut. Der Absatz von Schusswaffen und Munition in den USA ist dieses Jahr auf zwölf Milliarden Dollar angestiegen.

Unser Korrespondent Stefan Grobe fasste zusammen: “Während Amerika seine gefallenen Engel beerdigt, ist das Land in Bezug auf striktere Waffenkontrollen weiter tief gespalten. Die eine Hälfte glaubt, dass nur mehr Waffen, mehr Sicherheit gewährleisten können. Für die andere Hälfte ist das Grund zur Besorgnis.”