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US-Waffenlobby will nach Newtown mehr Waffen sehen

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US-Waffenlobby will nach Newtown mehr Waffen sehen

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Begleitet von Protesten hat die US-Waffenlobby NRA ihre Schlüsse aus dem Massaker von Newtown mit 27 Toten präsentiert. Verbandsvize Wayne LaPierre lehnte strengere Waffengesetze ab, dafür schlug er vor, Schulen mit bewaffneten Wachen zu schützen. Schlechte Leute mit Waffen könne man nur durch gute Leute mit Waffen stoppen, sagte er. Dem widersprach die demokratische Senatorin Dianne Feinstein.

Sie sagte: “28.300 staatliche Schulen, das ist ein Drittel aller Staatsschulen, haben bereits bewaffnetes Sicherheitspersonal. Beim Amoklauf von Columbine haben zwei bewaffnete Wachen die Täter sogar beschossen. Das verhinderte aber nicht, dass 15 Menschen ermordet und 23 verwundet wurden.”

Vor dem Washingtoner Hotel, wo die NRA-Pressekonferenz stattfand, hatten sich Waffengegner zum Protest gegen die Lobby und ihre Position versammelt.

Die NRA wählte für ihren Auftritt den offiziellen Trauertag für die Toten von Newtown aus, an dem auch weitere Trauerfeiern stattfanden. Der Waffenverband hat eigenen Angaben nach vier Millionen Mitglieder, sie ist einer der mächtigsten Lobbyverbände in den USA.