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Magere Weihnachten in Spanien und Griechenland

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Magere Weihnachten in Spanien und Griechenland

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Kurz vor Weihnachten ist die Feiertagsstimmung in Europas Krisenländern oft gedrückt. In Spanien geben viele Menschen weniger als in den Vorjahren aus.

Das wirkt sich auch auf die großen Hilfsorganisationen aus, sie rechnen mit wesentlich geringeren Spenden.

Dabei ist der Andrang größer als je zuvor. Einer Statistik zufolge sind 27 Prozent der Spanier arm. Viele von ihnen gehen zur Kleiderausgabe des Roten Kreuzes. “Vorher kamen weniger Spanier hierher. Seit sich die Lage verschlechtert hat, kommen mehr Spanier. Sie fragen vor allem nach Kinderkleidung,” so die Leiterin einer
Kleiderausgabe.

Virginia sucht nach Kleidung für ihre zwei Töchter: “Das rote Kreuz und die Lebensmittelausgabe sind eine große Hilfe. Ohne sie kämen wir nicht zurecht. Wir müssen uns durchschlagen, unsere Kinder müssen schließlich jeden Tag was zu essen haben. Sie können nichts für die Krise.”

In Athen sind immer mehr Menschen auf Suppenküchen angewiesen. Kurz vor Weihnachten werden nicht nur Mahlzeiten sondern auch kleine, praktische Geschenke wie etwa Haushaltsgegenstände verteilt.

Prodromos Christakidis war früher Hafenarbeiter jetzt packt er in der Suppenküche mit an: “Ich habe vier Kinder. Statt zu Hause rumzuhocken und in der Depression zu versinken, wie diese Menschen die Selbstmord begehen, arbeite ich hier als freiwilliger Helfer. Es tut mir gut, ich fühle mich nützlich und dank uns habe viele Menschen was zu essen.”

Die Solidarität unter den Griechen hat seit der Krise zugenommen. Die Kirche erhält viele Spenden und unterstützt so etliche in Not geratene Arbeitslose.