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Mario Monti stellte neue Agenda vor

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Mario Monti stellte neue Agenda vor

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Der scheidende italienische Regierungschef Mario Monti hat am Montag seine neue Reformagenda veröffentlicht. Tags zuvor hatte er seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, auch im Anschluss an die Neuwahlen Ende Februar politische Verantwortung zu übernehmen. Die Voraussetzung: Eine oder mehrere Parteien schlagen ihn nach der Wahl für das Amt des Ministerpräsidenten vor.

Die neue Monti-Agenda ist eine Fortsetzung der bisherigen Politik des 69-Jährigen unter dem Motto “Italien verändern, Europa reformieren”.

Unterstützung erhält Monti von den Zentrumsparteien wie der Union der Christdemokraten um Pier Ferdinando Casini oder der Italia Futura mit Ferrari-Chef Luca di Montezomolo an der Spitze. Doch Monti will sich an keine Partei binden und erhält für diese Marschroute Unterstützung aus dem Volk.

“Ich bin froh darüber, dass sich Monti nicht den Parteien beugt, sondern ein Programm hat, von dem ich finde, dass es weitergeführt werden muss. Meiner Meinung nach ist seine Entscheidung vollkommen richtig”, sagt ein Passant.

Ein anderer meint: “Aus meiner Sicht weiß Monti ganz genau, was er tut. Und das hat er auch als Regierungschef getan. Es geht ihm immer um die Sache und nichts anderes.”

Diese Fähigkeit unterscheidet den Ökonomieprofessor von seinem Vorgänger Silvio Berlusconi, der Monti jüngst Deutschland-Hörigkeit unterstellte, was dieser scharf zurückwies.