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Neue Proteste gegen Vergewaltigung in Neu Delhi

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Neue Proteste gegen Vergewaltigung in Neu Delhi

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Nach den Ausschreitungen in der indischen Hauptstadt Neu Delhi hat Premierminister Manmohan Singh die Menschen zur Ruhe aufgerufen. Mehr als 140 Menschen wurden bei den tagelangen Protesten verletzt. Auslöser war die Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau in einem Bus vor rund einer Woche gewesen.

Der Premierminister äußerte sich erst heute zu dem Vorfall. Dafür kassierte er heftige Kritik. In einer Fernsehansprache erklärte Singh: “Es gibt aufrichtige und gerechtfertigte Wut und Angst wegen des grauenhaften Verbrechens. Aber die Gewalt hat keinen Sinn. Ich appelliere an alle besorgten Bürger, Ruhe und Frieden zu
bewahren. Ich versichere Ihnen, dass wir alles Erdenkliche tun werden, um Schutz und Sicherheit für Frauen im Land zu gewährleisten.”

Die Demonstranten forderten mehr Sicherheit
und schnellere Gerichtsverfahren bei Sexualstraftaten. Die Medizinstudentin war von einer Gruppe von sechs Männern in einem Bus in Neu-Delhi vor den Augen ihres Freundes mehrfach vergewaltigt und mit einer Eisenstange schwer verletzt worden. Letztes Jahr wurden in Indien 24-tausend Vergewaltigungen angezeigt. Doch die meisten Täter kommen davon.