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US-Waffenlobby: Mehr Waffen, mehr Sicherheit

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US-Waffenlobby: Mehr Waffen, mehr Sicherheit

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Nach den tödlichen Schüssen auf Feuerwehrleute im US-Staat New York, setzt sich in den USA die Debatte um die Waffengesetze zwar fort, aber eine schnelle Veränderung ist unwahrscheinlich. Die mächtige amerikanische Waffenlobby vertritt die Ansicht, mit mehr Waffen für mehr Sicherheit sorgen zu können. Die Schlangen vor den Waffengeschäften in den USA zeigen, dass viele Amerikaner auch dieser Meinung sind.

An Heiligabend hatte der vorbestrafte, psychisch labile William Spengler (62) sein Haus in Brand gesteckt und beim Eintreffen der Feuerwehr begonnen, auf die Männer zu schießen, bevor er sich selbst richtete.

Gerald Pickering von der Polizei im Ort Webster, N.Y., sagte: “Er hatte drei verschiedene Waffen bei sich: einen Revolver Smith and Wesson Kaliber 38, ein Mossberg-Gewehr und ein Sturmgewehr der Marke Bushmaster mit Mündungsfeuerdämpfer.” Bei dem Angriff wurden zwei Feuerwehrleute getötet, zwei weitere wurden verletzt. Die Polizei beschrieb den Täter als geistig verwirrten Menschen mit einem kriminellen Hintergrund. Vor dreißig Jahren hatte er seine Großmutter erschlagen, auch soll er seine Schwester getötet haben.

Im Haus des Schützen fand die Polizei einen Brief, bei dem es sich um eine Art Abschiedsbrief handelt. Darin heißt es: “Ich muss mich noch bereitmachen, um zu sehen, wie viel von der Nachbarschaft ich abbrennen kann und um das zu machen, was ich am besten kann: Menschen töten.”

Die US-Lobbyorganisation National Rifle Association (NRA) hat für ihre Forderung nach mehr Waffen für mehr Sicherheit allerdings auch harsche Kritik geerntet, zum Beispiel vom New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg: “Sie haben eine paranoide, verstörende Vision eines noch gefährlicheren und noch gewalttätigeren Amerikas gezeigt, in dem jeder bewaffnet und kein Ort mehr sicher ist.” Der Politiker plädiert seit Jahren für schärfere Waffengesetze.