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Brahimi verhandelt in Russland über Syrien-Konflikt

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Brahimi verhandelt in Russland über Syrien-Konflikt

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Drei Mal war er bereits in Syrien – jetzt fährt er nach Moskau.

Am Wochenende wird der UN-Sondergesandte Lakhdar Brahimi in Russland Gespräche zum Syrien-Konflikt führen.

Moskau ist einer der wichtigsten Verbündeten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Brahimi forderte eine Übergangsregierung für das vom Krieg zerrissene Land.

“Ich denke, es steht ausser Frage, dass wir uns beeilen müssen, eine Lösung zu finden. Jeder, der helfen kann, muss jetzt mit aller Kraft versuchen, Syrien zur Seite zu stehen”, so Brahimi gegenüber Journalisten.

Bereits am Donnerstag waren syrische Offizielle im Moskauer Außenministerium eingetroffen, um mit Russlands Chefdiplomat Sergej Lavrov Lösungsansätze zu diskutieren, die auch auf Druck Brahimis bei seinem jüngsten Besuch in Damaskus zu Stande gekommen waren.

Details der Gespräche wurden zunächst nicht bekannt.

Bislang hat Brahimi von beiden Konfliktparteien noch keine Zustimmung für seine Pläne erhalten.

In Istanbul gibt man sich beim Syrischen Nationalrat, dem Oppositionsbündnis gegen die Baath-Regierung von Assad, kämpferisch.

“Wir haben mit den USA, der NATO, Russland und China gesprochen, aber das heißt nicht, dass wir uns von deren Seite eine Lösung diktieren lassen. Wir sind unabhängig und werden dies auch bleiben”, so Khalid Saleh vom Nationalrat.

Ungeachtet des diplomatischen Tauziehens geht die Krise vor Ort weiter und das Leid ist auch in Nachbarländern zu spüren – rund 700.000 Flüchtlinge haben Syrien seit Beginn der Kämpfe verlassen.