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Jordanische Grenze: Niemand wird zurück in die Hölle geschickt

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Jordanische Grenze: Niemand wird zurück in die Hölle geschickt

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Die jordanischen Soldaten, die an der 370 Kilometer langen Grenze zu Syrien, ihren Dienst leisten, haben keinen leichten Job. Sie haben auf der einen Seite mit den Flüchtlingen zu tun, die vor der Gewalt fliehen, und in der Richtung mit denen, die noch mehr Gewalt nach Syrien bringen wollen, Waffenschmuggler, Al-Kaida-Kämpfer, Drogenhändler.

Hunderttausende sind seit Beginn der Gewalt nach Jordanien über die Grenze. Abu Nayef (55) hoffte, den Fall des Präsidenten Bascher al-Assad in Deraa abwarten zu können. Aber es wurde zu gefährlich. Auch er hat sich entschlossen zu fliehen. An der Grenze sagt er: “Lange kann sich das Tyrannenregime in Damaskus nicht mehr halten.”

Die jordanischen Soldaten fahren die Flüchtlinge weiter ins Land hinein in ein Auffanglager nahe Ramtha. Der Ort liegt in unmittelbarer Nähe der syrischen Stadt Deraa. Der Chef der Grenzpatrouille Hussein Raschid Ziod erklärt, zurück in die Hölle werde hier niemand geschickt. Es sei besonders wichtig, die Flüchtlinge schnell wegzubringen, damit von syrischer Seite nicht mehr auf sie geschossen werden kann.

Viele Flüchtlinge sind auch verletzt und müssen erst einmal verarztet werden. Für die Kinder wurde im Auffanglager bei Ramtha ein altes Karussell aufgestellt. Beim Drehen des Karussells können auch sie einmal wieder lachen.