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Maghreb-Al-Kaida klagt: Frankreich will nicht mit uns reden

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Maghreb-Al-Kaida klagt: Frankreich will nicht mit uns reden

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Der nordafrikanische Zweig von Al-Kaida (Aqmi) hat beklagt, dass Frankreich nicht über die Freilassung von vier französischen Geiseln verhandeln wolle. In einem im Internet veröffentlichten Video sagte ein hochrangiger Vertreter der maghrebinischen Al-Kaida, Frankreich habe ein Dialogangebot nicht beantwortet. Die vier Geiseln seien aber noch am Leben, sagte er.

Frankreichs Präsident Francois Hollande bekräftigte dagegen seine Ablehnung eines Dialogs: “Es ist nicht an den Entführern, uns Lektionen zu erteilen oder zu sagen, wie wir verhandeln sollten. Der beste Weg, unsere Landsleute aus der Hand der Entführer zu befreien, ist so diskret wie möglich vorzugehen und nicht irgendeine Debatte zu beginnen.”
Der Bruder des entführten Pierre Legrand hatte sich erst jüngst mit einem Video an die Entführer gewandt. Pascale Robert, die Mutter von Pierre Legrand, sagte: “Wir versuchen, zuversichtlich zu bleiben. Wir denken, sobald es Kontakt gibt, besteht die Chance zu Gesprächen und das lässt uns auf ein glückliches Ende hoffen.”

Die vier Männer waren vor zwei Jahren im Niger entführt worden, sie arbeiteten für einen französischen Atomkonzern. Die Aqmi drohte bereits mehrmals mit der Ermordung der Verschleppten. Für Freitag ist nach Hollandes Worten ein Treffen in Paris geplant, bei dem über die Geiseln gesprochen werden soll.