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UNO schlägt Alarm: Vergewaltigungen im Osten der Demokratischen Republik Kongo noch immer Alltag

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UNO schlägt Alarm: Vergewaltigungen im Osten der Demokratischen Republik Kongo noch immer Alltag

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Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist eines der gefährlichsten Gebiete in Afrika, besonders für Frauen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat nach eigenen Angaben dutzende Berichte über Vergewaltigungen und Gewalt gegen Frauen erhalten.

“Ich habe gerade auf unserer Farm gearbeitet”, erzählt ein Opfer, das nicht erkannt werden möchte. “Da kamen sie und haben mich mit ihren Gewehren bedroht. Sie sagten mir: Wenn du dich nicht von uns vergewaltigen lässt, bringen wir dich um. Dann haben sie mich auf den Boden gedrückt, vergewaltigt und sind gegangen.”

Hilfe erhalten die Frauen in den Krankenstationen der Flüchtlingslager. Einer der Ärzte dort erklärt: “Bei uns bekommen die Opfer sexueller Gewalt innerhalb von 72 Stunden ein sogenanntes PEP-Kit.” Dieses soll das Infektionsrisko verringern. “Wenn bei den Mädchen und Frauen Komplikationen auftreten, schicken wir sie ins Krankenhaus nach Keshero.”

Im Osten der Dekomokratischen Republik Kongo wird sexuelle Gewalt als Kriegswaffe eingesetzt; sowohl von den Rebellen der M23-Miliz, als auch von der kongolesischen Armee. Hilfsorganisationen berichten, Kriminalität, Vergewaltigungen und Lynchjustiz gehörten in der umkämpften Region zum Alltag.

Erst vergangene Woche war bekannt geworden, dass in der Region zur Zeit des Rückzugs der Regierungsarmee aus von den Rebellen besetzten Gebieten mehr als 120 Frauen vergewaltigt wurden. Die Fälle haben nach einer UN-Untersuchung innerhalb von zehn Tagen im November stattgefunden.