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Nach Vergewaltigung: 17-jährige Inderin bringt sich um

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Nach Vergewaltigung: 17-jährige Inderin bringt sich um

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In Indien hat sich ein 17-jähriges Vergewaltigungsopfer das Leben genommen. Die junge Frau war Polizeiangaben zufolge im November von drei Männern wiederholt missbraucht worden. In ihrem Abschiedsbrief warf das Opfer der Polizei vor, erst zwei Wochen keine Anzeige aufgenommen zu haben, anschließend hätten die Beamten sie gedemütigt. Heute wurde die Frau bestattet.

Unterdessen ringt die 23-jährige Inderin, deren Vergewaltigung massive Proteste ausgelöst hatte, in einer Spezialklinik in Singapur mit dem Tod. Die Ärzte stellten unter anderem schwere Hirnverletzungen fest.

Indiens Premierminister Manmohan Singh und die Chefin der regierenden Kongresspartei, Sonia Gandhi, wünschten ihr eine schnelle Genesung.

Gandhi sagte: “Unser einziger Wunsch ist es heute, dass sie gesund wird und zu uns zurückkommt und dass keine Zeit dabei verloren wird, diejenigen, die diese barbarische Tat zu verantworten haben, zur Rechenschaft zu ziehen.”

Der Prozess gegen die sechs Tatverdächtigen könnte bereits nächste Woche beginnen, was viele Demonstranten begrüßten. Allerdings machten sie auch darauf aufmerksam, dass Vergewaltigungen in Indien nach wie vor viel zu oft von der Polizei gar nicht oder nicht angemessen verfolgt würden.