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Pakistan: Bhutto-Sohn gibt politischen Einstand

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Pakistan: Bhutto-Sohn gibt politischen Einstand

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Am fünften Jahrestag der Ermordung von Pakistans ehemaliger Regierungschefin Benazir Bhutto hat ihr Sohn Bilawal Bhutto Zardari die schleppende Aufklärung der Tat kritisiert. Sein Auftritt bei der Gedenkveranstaltung für seine Mutter markierte zugleich auch den Start seiner eigenen politischen Karriere. Unterstützt wird der 24-Jährige von seinem Vater, Staatspräsident Asif Ali Zardari.

Der sagte vor den gut 200 000 Teilnehmern der Kundgebung: “Mein Sohn hat mit Gottes Gnade sein Studium geschafft, jetzt ist seine Lehrzeit. Er wird mit euch arbeiten, er wird unter den Arbeitern leben und von nun an viel lernen.”

Beobachter halten ein politisches Engagement des jungen Bilawal für ein gutes Zeichen. Die Demokratie im Land stabilisiere sich langsam, heißt es vielerorts. Im Volk wächst Hoffnung für die Wahlen im kommenden Jahr.

Ein Passant: “Zum ersten Mal hat eine demokratische Regierung die fünfjährige Legislaturperiode komplett durchgehalten. Egal, wer kommendes Jahr Präsident wird, wir hoffen, dass er das demokratische System bewahren und ebenfalls die gesamte Amtszeit durchhalten kann.”

Die Gedenkfeier fand in der südpakistanischen Provinz Sindh statt. Dort hat die Familie Bhutto ihr Mausoleum. Benazir Bhutto war zweimal Regierungschefin des Landes. Am 27. Dezember 2007 wurde sie in Rawalpindi bei einem Anschlag getötet. Staatsanwaltschaft und Verteidigung werfen sich nun gegenseitig vor, das Verfahren zur Aufklärung der Tat zu verzögern.