Eilmeldung

Eilmeldung

Nach Fukushima: Japans neue Regierung macht Druck

Sie lesen gerade:

Nach Fukushima: Japans neue Regierung macht Druck

Schriftgrösse Aa Aa

Einer seiner ersten Besuche gibt den Kurs der japanischen Politik vor: Der neu gewählte Ministerpräsident Shinzo Abe hat das Unglücks-AKW Fukushima Daichii besichtigt – nach nur drei Tagen im Amt.

Zuvor hatte die neue Regierung klar gemacht, dass sie aus wirtschaftlichen Gründen wieder auf Atomkraft setzen will. Nach Sicherheitstests einer unabhängigen Behörde soll innerhalb der nächsten drei Jahre über die Zukunft der 48 AKW entschieden werden, die seit dem Atomunglück von Fukushima vom Netz genommen sind.

Ein Erdbeben und ein Tsunami hatten enorme Mengen an Radioaktivität freigesetzt und Luft, Boden und Wasser verseucht.

Shinzo Abe erklärte, “euer Mut ist die Hoffnung und Zukunft Japans. Aber die Herausforderungen gehen weiter. Zum ersten Mal in der Geschichte muss die Menschheit mit Aufräumarbeiten dieses Ausmaßes fertig werden.”

Bis auf zwei sind alle Reaktoren in Japan sind seit der Katastrophe vom März 2011 vom Netz genommen.

Die Ankündigung der vorigen Regierung, die zwei Atommeiler wieder in Betrieb zu nehmen, trieb im November tausende Demonstranten auf die Straße. Die Vorgängerregierung erlitt in diesem Monat eine erhebliche Wahlschlappe.