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Bolivien enteignet spanischen Stromkonzern

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Bolivien enteignet spanischen Stromkonzern

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Bolivien hat zwei Tochtergesellschaften des spanischen Energiekonzerns Iberdrola verstaatlicht. Staatspräsident Evo Morlaes will so die Versorgung in ländlichen Gebieten verbessern. Ein unabhängiger Experte soll eine angemessene Entschädigung für Iberdrola festsetzen.

“Wir halten diese Maßnahme für erforderlich, um gerechte Stromtarife in den Bezirken Oruro und La Paz sicherzustellen und sicherzustellen, dass die Stromversorgung in ländlichen und städtischen Gebieten von gleicher Qualität ist”, erklärte Morales bei der Unterzeichnung des Verstaatlichungdekrets.

Die spanische Regierung bedauerte die Verstaatlichung. Man hoffe auf eine faire Entschädigung, erklärte das Außenministerium in Madrid. Die verstaatlichten Tochtergesellschaften von Iberdrola versorgen 470.000 Kunden in der Region La Paz und mehr als 80.000 in der westbolivianischen Stadt Oruro.

Im Mai hatte Bolivien bereits die Tochter des spanischen Stromnetzbetreibers Red Eléctrica verstaatlicht.