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Indische Demonstranten fordern schnellen Prozess

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Indische Demonstranten fordern schnellen Prozess

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Mit stillen Gebeten und Demonstrationen haben Menschen in Indien von dem gestorbenen Vergewaltigungsopfer Abschied genommen. Sie forderten Gerechtigkeit für die junge Frau, die vor zwei Wochen von mehreren Männern in einem Bus brutal vergewaltigt worden war.

Das Verbrechen und der Todeskampf erschüttern noch immer weite Teile der Bevölkerung. Viele werfen der Regierung Untätigkeit vor. Die sechs Verdächtigen sollen nun schnell vor Gericht gestellt werden. In Neu Dehli errichteten die Behörden Straßensperren – aus Angst vor neuen Ausschreitungen.

Mitglieder der wichtigsten Oppositionspartei schlossen sich zu einer Kundgebung zusammen. Sie forderten eine Sondersitzung des Parlaments, um Gesetze für die Sicherheit von Frauen auf den Weg zu bringen.

Die Demonstrantin Shruti sagt, “wir verurteilen die frauenfeindliche Gewalt, sie ist widerlich. Wir sind sehr empört. Uns macht die Stellung, die die Frau in Indien hat, sehr, sehr wütend.”

Baba Ramdev, ein Yoga-Guru, kündigt an, “diese Bewegung wird nicht eher ein Ende haben, bis die Schuldigen die Todesstrafe erhalten und der Prozess schnell durchgezogen wird.”

In der Nacht zum Samstag war die schwer verletzte Studentin an ihren Wunden in einem Spezialkrankenhaus in Singapur gestorben. Nach ihrer Rückführung an diesem Sonntag nach Indien wurde sie eingeäschert.

Mehrere Männer hatten die Medizinstudentin in einem Bus misshandelt, vergewaltigt und dann nackt auf die Straße geworfen. Den Verdächtigen droht die Todesstrafe.