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Kanzlerin: Nur Mut

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Kanzlerin: Nur Mut

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Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat den Menschen zum neuen Jahr 2013 Mut zugesprochen. Auch wenn die Krise noch nicht vorüber sei, so die Regierungschefin, sollten die Deutschen den Kopf nicht hängen lassen, sondern sich tapfer den Herausforderungen stellen.

Die Kanzlerin sagte: “Tatsächlich wird das wirtschaftliche Umfeld nächstes Jahr nicht einfacher sondern schwieriger. Das sollte uns jedoch nicht mutlos werden lassen, sondern im Gegenteil Ansporn sein.”

Während die Kanzlerin Umfragen zufolge die richtigen Worte findet, macht sich Merkel-Herausforderer Peer Steinbrück neun Monate vor der Kanzlerwahl immer unbeliebter.

Politikwissenschaftler erklärten Steinbrücks Forderung, das Kanzlergehalt müsse aufgebessert werden, gemeinhin als “ungeschickt”. Auf die Bürger wirke es, als wolle er schon im Vorhinein sein eigenes “Kanzler”-Gehalt aufbessern. Steinbrück steht ohnehin – auch in den eigenen Reihen – in der Kritik, weil er für unzählige Vorträge hohe Summen forderte und bekam. Für die Kanzlerin stellt Steinbrück Umfragen zufolge momentan keine echte Konkurrenz dar.

Steinbrück hatte der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” gesagt, gemessen an der Leistung und im Verhältnis zu anderen Tätigkeiten mit weniger Verantwortung und viel größerem Gehalt bekomme der Regierungschef in Deutschland zu wenig Geld. “Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin”, so der Kandidat gegenüber der Zeitung.

Was die Fakten angeht, hat Steinbrück Recht: Selbst kleinere Häuser zahlen ihrem Vorstandsvorsitzenden nach Recherchen der Nachrichtenagentur dpa tatsächlich mehr, als die Kanzlerin verdient: Merkel kommt mit Kanzlerbesoldung und Abgeordnetenbezügen auf knapp 300.000 Euro im Jahr. Der Chef der Sparkasse KölnBonn dagegen kassierte im Jahr 2011 eine Vergütung von insgesamt 578.000 Euro.

Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) sagte, wem das Kanzlergehalt nicht genug sei, der könne sich ja einen anderen Job suchen.

Auch Kritik bekam Steinbrück von den unterschiedlichsten politischen Ecken wegen seiner Äußerung gegenüber der Zeitung, Merkel genieße bei der Kanzlerwahl einen “Frauenbonus”.