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Komplikationen stoppen Hillary Clinton

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Komplikationen stoppen Hillary Clinton

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Am 6. Dezember 2012 war Hillary Clinton in Dublin – bevor sie nach Belfast weiterreiste. Die 65jährige US-Außenministerin ist eine Frau mit einem vollen Terminkalender. Gestoppt haben sie erst ein Virus und die daraus entstandenen Komplikationen.

Am 3. Dezember hatte Hillary Clinton ihre Europa-Reise begonnen – Ankunft in Prag um drei Uhr morgens. Seit vier Jahren hat sie im Durchschnitt zwei solcher Mammut-Auslandsreisen pro Monat absolviert. Clintons Vorgänger waren weniger unterwegs, mit anderthalb Millionen zurückgelegten Kilometern hat die Politikerin einen Rekord aufgestellt.

Dabei war es eine Überraschung, als Barack Obama seine innerparteiliche Gegenspielerin 2009 zur Chefin des Außenamts ernannte.

Doch Clinton setzte sich gleich ehrgeizige Ziele, wie einen Neustart der US-amerikanisch-russischen Beziehungen – mit einem medienwirksamen Auftritt zusammen mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow. Gemeinsam drückten sie lachend den RESTART-Knopf…

Die Diplomatie im Nahen Osten hatte die Bush-Regierung völlig vernachlässigt. Clinton versuchte zu kitten, doch weitere Krisen und der Arabische Frühling veränderten die geopolitische Lage. Auf die Revolution in Tunesien folgten Ägypten, Libyen und Syrien. Washington muss sich den neuen Situationen anpassen – und zum Beispiel im Partnerland Ägypten mit den Muslimbrüdern, die jetzt in Kairo an der Macht sind, arrangieren. Dabei wurde Hillary Clinton nicht immer freundlich empfangen.

Auch das Foto während der Ergreifung und Tötung des Top-Terroristen Usama Ben Laden zeigt die Anspannung im Gesicht der Politikerin.

Natürlich sind da auch Momente des Glücks wie der Empfang der endlich freigelassenen birmesischen Oppositions-Ikone Aung San Suu Kyi in Washington.

Getrübt wurde Clintons Amtszeit am Ende vom Anschlag auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi, bei der zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren ein US-Botschafter getötet wurde. Dafür hat sie öffentlich die Verantwortung übernommen.

Trotz hervorragender Umfragewerte und großer Beliebtheit sagt die Ex-First-Lady, sie wolle sich jetzt ins Privatleben zurückziehen und nicht 2016 für das Präsidentenamt kandidieren.