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Nahost: Spannungen im Westjordanland

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Nahost: Spannungen im Westjordanland

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Im Norden des Westjordanlands ist es zu Zusammenstößen zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Jugendlichen gekommen. Den Bewohnern des Dorfes Tamoun zufolge kamen die Soldaten, um Mitglieder einer radikalen islamistischen Gruppierung zu verhaften.

In der Nähe der Stadt Nablus bewarfen sich israelische Siedler und Palästinenser mit Steinen. Olivenbäume kamen zu Schaden und die israelische Armee musste eingreifen.

Im Süden des Westjordanlands, unweit von Hebron, wurde der Wagen eines Palästinensers angezündet und auf einer Mauer konnte man lesen: “Nur ein toter Araber ist ein guter Araber.” Israelische Siedler werden hinter der Tat vermutet.

In Jerusalem zerstörten israelische Soldaten ein palästinensisches Haus. Nach Angaben der Behörden war es ohne Genehmigung gebaut worden.

Rafat Al-Isaawi, einer der Bewohner, erzählte: “Wir waren überrascht, als Soldaten um halb sechs Uhr früh hier auftauchten, um unser Haus zu zerstören. Sie rissen es einfach ab. Wir hatten keinerlei Warnung oder Benachrichtigung bekommen.”

Am Ende des Monats stehen in Israel Parlamentswahlen an. Umfragen zufolge gewinnt Bayit Yehudi, eine neue religiöse Partei, an Stimmen. Sie setzt sich für die Rechte der israelischen Siedler ein.