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Tausende afghanische Flüchtlinge leiden - die UNO schlägt Alarm

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Tausende afghanische Flüchtlinge leiden - die UNO schlägt Alarm

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Im kalten Winterwetter sind in den afghanischen Flüchtlingslagern bisher mindestens zwei Kinder gestorben.

Vor einem Jahr hatten mindestens 100 Kinder in den engen und schmutzigen Lagern rund um Kabul den bittersten Winter seit Jahrzehnten nicht überlebt.

In Afghanistan schlagen sich mindestens eine halbe Million Menschen als Vertriebene im eigenen Land durch – ein Drittel hat im vergangenen Jahr Haus und Hof verlassen.

Der Paschtune Haji Abdul Wahab aus Helmand ist in Kabul gestrandet:

“Sie sehen ja wohl, wir haben einen Haufen Probleme hier. Der Schnee hat letzte Nacht unser Lehmhaus zerstört. Unsere Kinder leben in Plastikzelten. Es ist sehr kalt und deswegen sind alle Kinder krank. Ein hartes Leben”

- aber immer noch viel besser als im Bombenhagel, sagt er.

Warme Decken und Schuhe für die Kinder seien nicht das Hauptproblem, sagt Mark Bowden von der UNO, der humanitäre Koordinator in Afghanistan.

So zögert die Regierung, den Flüchtlingen im Sommer Land in der Nähe der Städte zuzuteilen, damit sie festere Häuser bauen können – aus Angst vor einer Migrationswelle der notleidenden Landbevölkerung.

Und von den Hilfsgeldern komme nur ein winziger Prozentsatz bei den Bedürftigen an.

Mit Reuters