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Kirchner fordert Falkland-Inseln für Argentinien

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Kirchner fordert Falkland-Inseln für Argentinien

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In einem Offenen Brief hat Argentiniens Präsidentin
Cristina Fernández de Kirchner Großbritannien im Streit um die Falklandinseln Kolonialismus vorgeworfen und Gespräche über die Rückgabe der Inseln im Südatlantik gefordert. Dazu schaltete sie eine Anzeige in der Londoner Zeitung “The Guardian” vom Donnerstag. Downing Street reagierte mit der Ansage, man sei sich sicher, dass sich die Inselbewohner bei ihrer geplanten Volksabstimmung in diesem Jahr eindeutig für Großbritannien entscheiden würden. In dem Schreiben wandte sich Kirchner direkt an den britischen Premierminister David Cameron.

Cameron sagte, die Menschen auf den Falkland-Ιnseln sollten selbst über ihre Zukunft entscheiden. Bisher hätten sie sich immer, wenn sie gefragt worden seien, für einen Verbleib im Vereinigten Königreich ausgesprochen. Sie hielten in diesem Jahr ein Referendum ab und er hoffe, dass Argentiniens Präsidentin ihre Stimme hören werde. Solange sie sich für einen Verbleib im Königreich aussprächen, hätten sie seine 100-prozentige Unterstützung.

Argentinien und Großbritannien streiten seit Jahren über die Inselgruppe, die seit dem 19. Jahrhundert britisch ist. Argentinien fordert die dort “Malvinas” genannten Inseln, in deren Meereswirtschaftszone große Ölvorkommen liegen sollen, für sich. Vor
31 Jahren waren im sechswöchigen Falkland-Krieg zwischen den Ländern mehr als 900 Soldaten beider Seiten ums Leben gekommen.

Kirchner schrieb, Großbritannien habe vor 180 Jahren in einem unverhohlenen Akt des Kolonialismus Argentinien die Inseln gewaltsam entrissen, die 14.000 Kilometer von London
entfernt seien.