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Nach Vergewaltigung: Mehr Polizistinnen in Neu Delhi

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Nach Vergewaltigung: Mehr Polizistinnen in Neu Delhi

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Die Familie der zu Tode vergewaltigten indischen Studentin hat die Asche der Frau nach altem Ritus in einem Fluss verstreut. Gegen fünf der mutmaßlichen Täter wurde am Donnerstag Anklage wegen Mordes, Vergewaltigung und Entführung erhoben. Beim sechsten Beschuldigten prüft die Justiz anhand von Knochenuntersuchungen, ob er wie angegeben erst 17 Jahre alt ist und in diesem Fall vor ein Jugendgericht gestellt wird.

Der Vater der Frau erklärte, er unterstütze die Forderung der Nation nach der Todesstrafe für diese Bestien. Auch für den möglicherweise Minderjährigen solle kein Pardon gelten – das Gesetz solle entsprechend geändert werden, so dass auch er für die Gräueltat gerecht bestraft werden könne.

Die 23-jährige Physiotherapiestudentin aus einem Dorf im Bundessstaat Uttar Pradesh war Mitte Dezember in Neu Delhi von sechs Männern in einem Bus vergewaltigt, schwer misshandelt und dann aus dem Bus geworfen worden. Der Fahrer versuchte nach Aussage ihres Begleiters, sie hinterher zu überfahren. Ihr Freund habe sie aber noch im letzten Moment wegzerren können.

Die Täter sollen betrunken und die Tat,
die täglich neue Proteste heraufbeschwört, geplant gewesen sein. Am vergangenen Samstag erlag die Frau ihren Verletzungen in einer Spezialklinik in Singapur. Den Beschuldigten droht bei Mord die Todesstrafe. Sie sollen in einem Schnellverfahren verurteilt werden. Da das Opfer mehrere ihrer Peiniger biss, konnten DNA-Spuren nachgewiesen werden.

Innenminister Sushil Kumar Shinde kündigte an, die Polizeiwachen in Neu Delhi zum besseren Opferschutz nun durchgehend auch mit Polizistinnen zu besetzen. Die Regierung hat zwei Kommissionen eingerichtet, die Maßnahmen für mehr Sicherheit für Frauen vorschlagen und das Strafrecht für Vergewaltigungen überarbeiten sollen.