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Assads Plan - erster Auftritt seit Monaten

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Assads Plan - erster Auftritt seit Monaten

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In seinem ersten öffentlichen Auftritt seit Monaten hat der syrische Staatspräsident Bashar al-Assad seine politischen Gegner als “Marionetten des Westens” bezeichnet und zu einer “nationalen Mobilmachung” aufgerufen.

Er selbst wolle nur jene Kräfte zu Verhandlungen an einen Tisch bringen, die “Syrien nicht betrogen haben”, sagte Assad vor seinen jubelnden Anhängern in der Oper von Damaskus. Er plane, eine neue Regierung zu formen und wolle dann eine Amnestie erlassen.

“Die Beziehung zwischen der syrischen Regierung und ihren Gegnern muss intern geregelt werden”, so Assad. “Doch wenn eine dieser Parteien von externen Kräften gelenkt wird, dann können wir nicht mehr von einer internen Angelegenheit sprechen, sondern von einem Versuch, Syrien zu spalten. Es handelt sich dann um einen Konflikt zwischen der Nation und ihren Feinden. Unser Land wird somit entweder von außen koloniallisiert oder von innen befreit.”

Assad war zuletzt im vergangenen November im Interview mit einem russischen Fernsehsender in Erscheinung getreten.

Seit 21 Monaten kämpfen die syrischen Aufständischen gegen die Regierung Assads. Die Vereinten Nationen sprechen mittlerweile von einem Bürgerkrieg und gehen von 60.000 Toten aus.