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Assads Rede stößt auf Unverständnis

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Assads Rede stößt auf Unverständnis

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Bashar al-Assads Rede in der Oper von Damaskus wurde auch im syrischen Staatsfernsehen übertragen. Bei seinen Unterstützern in manchen Cafés von Damaskus fiel Assads Idee einer “Mobilmachung gegen die Feinde der Nation” auf fruchtbaren Boden.

Haitham al-Maleh hingegen, Mitglied der Nationalen Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte, hält die Vorstellungen des Präsidenten für absurd: “Assad sagt, dass er an der Macht bleiben wird und dass er den Dialog mit der Opposition wünscht. Wie kann er erwarten, dass wir uns mit einem Kriminellen, einem Mörder einlassen?”

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton wiederholte nach Assads Rede ihre Forderung nach dessen Abgang. Auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle forderte den syrischen Machthaber erneut zum Rücktritt auf.

In den Flüchtlingslagern in Jordanien hat man von Assads Rede gehört. Dort leben Menschen, die ihre syrischen Heimat unter Lebensgefahr verlassen haben. Für viele hier steht angesichts des Erlebten eine friedliche Lösung völlig außer Frage. Assads späte Einladung zum Dialog muss für sie wie blanker Hohn klingen.