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Zentralafrikanische Republik: Rebellen skeptisch vor Friedensverhandlungen

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Zentralafrikanische Republik: Rebellen skeptisch vor Friedensverhandlungen

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Sie rücken immer weiter vor: Die Rebellen der sogenannten Séléka-Koalition in der Zentralafrikanischen Republik. Die Kämpfer stehen nun kurz vor der Hauptstadt Bangui. Trotzdem haben sie sich bereit erklärt, in Friedensverhandlungen mit der Regierung von Präsident Francois Bozizé einzutreten. Rebellensprecher Eric Masi ist jedoch skeptisch.

“Ich kann nicht erkennen, was in Libreville verhandelt werden soll. Vielleicht werden dabei nur die Staats- und Regierungschefs der Gemeinschaft Zentralafrikanischer Staaten bloßgestellt. Und es wird um das Übergangsprogramm gehen, dass wir nach dem Rücktritt von Präsident Bozizé umsetzen wollen.”

Das Problem ist jedoch, Bozizé will bis zum Ende seiner Amtszeit 2016 Präsident bleiben. Die Rebellen konnten zuletzt zwei weitere, wichtige Städte unter ihre Kontrolle bringen. In der Hauptstadt sind nun südafrikanische Truppen stationiert worden, um den Präsidenten zu schützen. Die Menschen in Bangui begrüßen die Friedensverhandlungen.

“Die Rebellen blockieren die Zufahrtsstraßen. Dadurch sind die Preise für geräuchertes Fleisch zum Beispiel stark gestiegen. Unsere Lieferanten sind frustriert, weil sie nicht mehr nach Bangui gelangen können.”, so eine Marktfrau.

Die Frage aber bleibt, wie erfolgreich die Friedensverhandlungen im Nachbarland Gabun am kommenden Dienstag langfristig sein können. Denn der Grund für den Aufstand der Rebellen ist, dass sie dem Präsidenten vorwerfen, eine Friedensvereinbarung aus dem Jahr 2007 gebrochen zu haben.