Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Blick in den Zauberspiegel


Sci-Tech

Blick in den Zauberspiegel

Auf den ersten Blick sieht sie aus wie eine ganz normale Plexiglasscheibe, aber mit besonderen Fähigkeiten. Von einem Lichtstrahl durchtränkt wirft sie, einem Zauberspiegel gleich, Bilder auf die Wand und ist der Star an der Eidgenössischen Technischen Hochschule im schweizerischen Lausanne, erklärt Forscher Mark Pauly. “Es ist keine Magie, auch wenn wir zum Teil selber das Gefühl hatten, dass Magie dahinter steckt. Es ist eigentlich relativ einfach und es ist etwas, das wir aus dem technischen Leben kennen. Wenn Licht auf eine gekrümmte Oberfläche fällt, eine durchsichtige gekrümmte Oberfläche, wie zum Beispiel Glas oder auch Wasser, dann wird es gebrochen.Das heißt, die Lichtstrahlen ändern ihre Richtung. Die “Magie” liegt im Algorithmus, um das dann gleichmäßig auf dem Bild zu verteilen und eine Fläche zu erzeugen.”

Als Kaustik bezeichnet man in der technischen Optik die Fläche, in der die Lichtstrahlen gebündelt werden. Den Forschern an der Eidgenössischen Hochschule ist es gelungen, das optische Phänomen in mathematische Formeln umzusetzen.
Mithilfe dieser Logarithmen gelingt es, Plexiglasscheiben mit Millimeter kleinen Verformungen herzustellen, die das Licht brechen und damit Projektionen möglich machen.
Der Zauberspiegel könnte künftig eingesetzt werden, um auf Fensterscheiben, zum Beispiel Museumsvitrinen Bilder zu erzeugen. Auch zur Verzierung von Schmuck oder Glasobjekten könnte die Technologie dienen.

Auswahl der Redaktion

Nächster Artikel
Gedanken steuern Roboterarm

Sci-Tech

Gedanken steuern Roboterarm