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Europol sagt Cyberkriminalität den Kampf an

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Europol sagt Cyberkriminalität den Kampf an

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Cyberkriminalität, darunter der Diebstahl von Kontodaten und koordinierte Angriffe auf öffentliche Infrastrukturen, nimmt stark zu. Bei der europäischen Polizeibehörde Europol in Den Haag wird in Kürze das European Cybercrime Centre den Kampf gegen Kriminalität im Internet aufnehmen.
Die Europäische Union sei der größte Markt für Transaktionen, die mittels Kreditkarten vorgenommen werden, so Grzegorz Mazurkiewicz, einer der Experten der neuen Einrichtung. Kriminelle Gruppen brächten jährlich eineinhalb Milliarden Euro in ihren Besitz. Um an die Geheimnummern von Kreditkarten zu gelangen, setzen Kriminelle beispielsweise Mobiltelefone ein, die heimlich an Bankautomaten angebracht werden. “Wir werden den Mitgliedsstaaten den notwendigen Überblick der kriminellen Vorfälle liefern können”, erläutert Troels Oerting, Leiter des Zentrums. “Wir werden operative, kriminaltechnische Hilfe leisten und die Mitgliedsstaaten beim Aufbau ihrer Kapazitäten sowie beratend unterstützen.” Bisher wurden nur wenige Straftaten der Polizei gemeldet und noch weniger aufgeklärt. Zudem fand die grenzübergreifende Zusammenarbeit eher selten statt. Das neue Zentrum in Den Haag will diese Lücke beseitigen und im Kampf gegen die Cyberkriminalität der EU neue Maßstabe setzen.