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Mobbing im Internet: Facebook lässt sich Zeit

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Mobbing im Internet: Facebook lässt sich Zeit

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Das Thema Mobbing im Internet hat für Thorlaug Agustdottir unangenehme Proportionen angenommen. Die Isländerin, die in Kopenhagen lebt, wirft Facebook vor, 48 Stunden lang nichts gegen einen anonymen Aufruf im Internet, sie zu vergewaltigen, getan zu haben. Dieser ging mit einem manipulierten Foto von ihr mit blutendem, blau geschlagenem Gesicht einher. Agustdottir sagte: “Ich wüsste gerne, wo Facebook die Grenze zieht. Halten sie sich bei Facebook eigentlich an ihre eigenen Regeln?”

Agustdottir hatte auf eine “Männer sind die besseren Menschen”-Seite auf Facebook mit einer “Frauen sind die besseren Menschen”-Seite reagiert und sich so den Hass einiger Nutzer zugezogen.

Trine-Maria Kristensen, Expertin für soziale Netzwerke sagt, natürlich sei das, was Agustdottir passiert sei, bedauerlich. Meistens würde von Seiten der Netzwerke schneller reagiert. Wie viele Angestellte speziell bei Facebook damit beschäftigt seien, Beschwerden nachzugehen, wisse sie nicht. Auch sei nicht bekannt, wievielen Beschwerden Facebook nachgehen müsse.

Agustdottir kennt die, die ihr übel wollten, nicht. Sie sagt, sie habe die Sache abgehakt. Sie habe wichtigeres zu tun, als sich um offensichtlich Geistesgestörte zu kümmern. Ihre Kritik gilt Facebook.