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Friedensgespräche mit Seleka-Rebellen kommen nicht in Gang

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Friedensgespräche mit Seleka-Rebellen kommen nicht in Gang

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Mitglieder der Rebellengruppe Seleka sind in Gabun zu Friedensgesprächen mit der zentralafrikanischen Regierung und Opposition eingetroffen. Sie sind allerdings die ersten, denn Vertreter der Regierung und der Opposition in Bangui konnten aus unbekannten Gründen nicht starten und sollen nun im Laufe des Tages in Gabun eintreffen, damit die Friedensgespräche endlich beginnen können.

Die Seleka Rebellen haben weite Teile des Nordens der Zentralafrikanischen Republik eingenommen und sind nicht mehr weit von der Hauptstadt Bangui entfernt. Sie fordern den Rücktritt von Präsident Francois Bozize.

Vermittler Willy Biro Sako erklärt: “Regierung, demokratische Opposition und Rebellen müssen die Verfassung respektieren, für die alle so hart gearbeitet haben. Darum wird es bei den Friedensgesprächen gehen. Wenn wir alle gute Demokraten sind, werden wir eine gemeinsame Route finden.”

Afrikanische Nachbarn haben Soldaten in die Zentralafrikanische Republik geschickt, um Bozize zu unterstützen, um einen blutigen Showdown in der labilen Region zu vermeiden. Auch Frankreich und die USA haben Soldaten geschickt, um ihre eigenen Bürger vorort zu schützen.

Im blutigen Konflikt in der Zentralafrikanischen
Republik werden nach Informationen des UN-Kinderhilfswerks Unicef auch verstärkt Kindersoldaten eingesetzt. Einige Rebellengruppen und regierungstreue Milizen hätten in den vergangenen Wochen im ganzen Land neue Kindersoldaten rekrutiert, sagte Souleymane Diabate, der Unicef-Vertreter in der Zentralafrikanischen Republik. Genaue Zahlen seien allerdings wegen der Eskalation des Konflikts
schwierig zu ermitteln. Diabate forderte Rebellen und regierungstreue Truppen auf, die
Rekrutierung von Kindersoldaten sofort zu beenden.

In der Zentralafrikanischen Republik liefert sich das Rebellenbündnis Seleka seit Dezember heftige Kämpfe mit regierungstreuen Milizen. Die Rebellen
werfen Präsident François Bozize vor, eine Friedensvereinbarung gebrochen zu haben.