Eilmeldung

Eilmeldung

In Bhutan bald alles in Biobutter

Sie lesen gerade:

In Bhutan bald alles in Biobutter

Schriftgrösse Aa Aa

Das Himalayakönigreich Bhutan will das erste Land mit rein biologischer Landwirtschaft sein. “Bhutan hat sich für eine grüne Wirtschaft entschieden”, erklärte Landwirtschaftsminister Pema Gyamtsho.
Ein ökologischer Anbau stehe außerdem mit dem Buddhismus im Einklang.

Bhutan ist ein recht abgeschiedener Staat, der für Touristen nur schwer zugänglich ist. Berühmt ist das Königreich dafür, dass es nie Zahlen für ein Bruttoinlandsprodukt angibt, sondern dafür den Nationalen Glücksindex ermittelt, und der ist immer hoch. Auch dieses Jahr ist in Bhutan wieder alles in Butter. Alle sind glücklich, wie die Achtklässlerin Phuntso Wangmo in der Hauptstadt Thimphu bestätigt: “Ich bin immer glücklich. Natürlich ist das möglich. Man muss sich selbst unter Kontrolle haben und anderen helfen.”

Aber zurück zum neugesteckten Ziel: 100 Prozent Bio. Die Bauern wissen nicht so recht, was sie damit anfangen sollen. Bäuerin Gyem kann weder lesen noch schreiben. Sie hat nie eine Schule von innen gesehen und ihr Leben lang auf den Feldern geschuftet. Nach biologischem Anbau gefragt meint sie: “Ich habe davon gehört. Aber ich weiß nicht, was das ist.”

Dass der Schritt zum Bioland gar nicht so schwer sein wird, gab auch der Landwirtschaftsminister zu. Ein Großteil des Anbaus werde ohnehin schon seit jeher ökologisch betrieben, denn: “Nur in Gegenden, die mit Straßen zu erreichen sind oder in die sich etwas leicht transportieren lässt, haben Bauern überhaupt Zugang zu Chemikalien”.

Bhutan hat 700.000 Einwohner. Zwei Drittel der Bhutaner leben von der Landwirtschaft. König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck und Königin Jetsun Pema sind auch glücklich und regieren über ihre glücklichen Untertanen.