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Kranker Chávez: Venezuela streitet über Neuwahlen

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Kranker Chávez: Venezuela streitet über Neuwahlen

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Am 10. Januar sollte Venezuelas wiedergewählter Präsident Hugo Chávez eigentlich vereidigt werden, so schreibt es die Verfassung vor. Doch Chávez ist nach wie vor in Kuba, kämpft dort mit seinem Krebs. Die Vereidigung fällt also aller Wahrscheinlichkeit nach aus. Nun streitet Venezuela über das weitere Vorgehen. Die Opposition fordert Neuwahlen, die Regierung lehnt das ab.

Oppositionschef Henrique Capriles: “Ich verlange, dass der Regierungschef ehrlich mit den Venezolanern ist und sagt: Der Präsident kann nicht in den kommenden 48 Stunden herkommen, er befindet sich in einem Zustand, in dem er nicht ansprechbar ist. Daher sage ich allen, die Antwort darauf steht in unserer Verfassung.”

Die katholische Kirche mahnte ebenfalls, die Verfassung zu respektieren. Diese schreibt Neuwahlen 30 Tage nach einer ausgefallenen Vereidigung vor. Gleichzeitig beteten zahlreiche Gläubige für Chávez Genesung, für Donnerstag ist eine große Pro-Chávez-Kundgebung in Caracas geplant.