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Brite buddelt nach alten Spitfires in Myanmar

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Brite buddelt nach alten Spitfires in Myanmar

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Nach 17 Jahren Spurensuche will ein britischer Bauer und Geschäftsmann in Myanmar, dem einstigen Birma, Dutzende britische Spitfire-Maschinen aus dem Zweiten Weltkrieg ausgraben. Diese sollen zum Ende des Krieges von den Alliierten praktisch noch fabrikneu in Kisten vergraben worden sein, aus Sorge, dass die Japaner zurückkehren und sie finden. Später sollen sie in Vergessenheit geraten sein, und durch die politische Eiszeit während der Militärherrschaft war an Ausgrabungen erst recht nicht zu denken. Erst das Tauwetter und zudem ein Besuch des britischen Premierministers beim neuen Präsidenten ebneten den Weg.

Kurz nach Beginn der Arbeiten vor Ort stieß Schatzsucher David Cundall auf eine Holzkiste, wie er an diesem Mittwoch mitteilte: “Die Bilder, die ich per Kamera sehen konnte, sind nicht beweiskräftig. Aber es ist trotzdem sehr ermutigend, dass wir eine Holzkiste in der selben Gegend gefunden haben, in der die Amerikaner die Spitfires vergraben haben. Das Wasser ist voller Schlamm und bereitet uns Probleme – wir können dadurch nichts erkennen. Wir müssen erst das Wasser abpumpen, bevor wir mehr sagen können.”

Die Spitfires sind der Stolz der Briten und spielten eine wichtige Rolle im Luftkrieg gegen Deutschland. Heute gibt es laut Exerten nur noch weniger als fünfzig flugfähige Exemplare weltweit, sie werden für Millionenbeträge gehandelt. Cundall, der sich bei seiner Suche auf Gespräche mit Veteranen stützt, hofft, dass die vergrabenen Maschinen vor Sauerstoff geschützt waren und deshalb intakt sind.

Falls die Suche erfolgreich ist, soll er gut ein Drittel des Fundes bekommen, den er nach Großbritannien zurückbringen wil. Der Rest soll im Besitz Myanmars bleiben.