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Champs-Elysées: Luxus hat seinen Preis

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Champs-Elysées: Luxus hat seinen Preis

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Die Champs-Elysées verändern sich: Virgin Megastore ist nur eines von mehreren Unternehmen, die ihre Filiale in der Pariser Prachstraße aufgeben müssen. Hatten früher Kinos die Champs-Elysées dominiert, so sind es heute vor allem finanzkräftige Konzerne wie Apple, Harrods oder Volkswagen, die sich eine Adresse im Herzen der französischen Hauptstadt leisten – ungeachtet der ständig steigenden Mieten.

Die höchste Miete bezahlt Estee Lauder mit 18.000 Euro jährlich pro Quadratmeter, die Monatsmiete für den Kosmetikkonzern beträgt 300.000 Euro. Im Schnitt liegen die Mieten bei 11.000 Euro pro Quadratmeter im Jahr. Nicht umsonst gelten die Champs-Elysées als dritteuerste Einkaufsstraße der Welt, nach dem Causeway Bay in Hongkong und der 5th Avenue in New York. Dafür strömen jedes Jahr rund 30 Millionen Touristen aus aller Welt durch die Prachtstraße – und die Geschäfte dürfen jeden Tag bis Mitternacht und auch am Sonntag geöffnet haben.

Für große Marken ist es ein Muss, hier mit einem Geschäftslokal oder einem Ausstellungsraum vertreten zu sein. Freilich ist die Pariser Stadtverwaltung mit dieser Entwicklung gar nicht so glücklich: Sie befürchtet, dass die Champs-Elysées aufgrund der zunehmenden Internationalisierung ihren Charme und ihre Unverwechselbarkeit verlieren könnten.