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Google-Spitzenmann und Ex-Gouverneur in Nordkorea

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Google-Spitzenmann und Ex-Gouverneur in Nordkorea

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In Nordkorea dürfen die Bürger nicht im Internet surfen. Umso erstaunlicher ist es, dass Google-Spitzenmann Eric Schmidt genau dorthin gereist ist. Ebenso rätselhaft: Was macht der braungebrannte Mann an seiner Seite, der ehemalige Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, in Pjöngjang? US-Medien zufolge wollen sich die beiden Amerikaner für die Freilassung eines in Nordkorea inhaftierten Landsmanns, einem US-Bürger südkoreanischer Herkunft, einsetzen.

Schmidt will sich angeblich auch über das Internet in dem abgeschotteten Land informieren, das nur Machthaber Kim Jong Un und seiner Familie zur Verfügung stehe, wie Internet-Experte Kim Heung-Kwan in Südkorea berichtet. Abgesehen davon gebe es eine Art Intranet im Norden, ein eigenes, sehr beschränktes “Internet”, zu dem aber auch nur etwa fünf Prozent der Bevölkerung Zugang habe.

Dabei hat Nordkorea einen eigenen Tablet-Computer entwickelt, der stolz im Mai vergangenen Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Die US-Regierung ist unterdessen über die Reise von Schmidt und Richardson nicht glücklich. Das Pentagon hatte das Unterfangen als “nicht hilfreich” kritisiert. Im Dezember hatte Nordkorea allen internationalen Warnungen zum Trotz eine Weltraumrakete gestartet. Während Pjöngjang von einem Satellitenstart zu friedlichen Zwecken spricht, vermuten die USA, Südkorea und andere Staaten dahinter einen verschleierten Waffentest.

In der Delegation von Richardson und Schmidt befinden sich unter anderen ein Berater für Korea-Angelegenheiten, Tony Namkung, und der
Leiter des Instituts Google Ideas, Jared Cohen. Die Gruppe wird Nordkorea am Donnerstag verlassen und nach Peking fliegen.