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Ungarn und Bulgarien müssen Geisterspiele austragen

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Ungarn und Bulgarien müssen Geisterspiele austragen

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Der Fußballweltverband hat Ungarn und Bulgarien aufgrund rassistischen Fanverhaltens mit jeweils einem so genannten Geisterspiel sanktioniert. Beide Verbände müssen ihre Heimspiele der WM-Qualifikation am 22. März vor leeren Rängen austragen und zudem Geldstrafen im fünfstelligen Bereich zahlen. Die Fans in Ungarn akzeptierten das Urteil.

“Aus meiner Sicht war es die richtige Entscheidung”, so ein Passant. “Das wird den Zuschauern eine Lektion sein.”

Ungarische Zuschauer hatten während eines Länderspiels gegen Israel im August zurückliegenden Jahres antisemitische Parolen skandiert.

“Das ist ein Problem, aber ein Problem einer kleinen Gruppe, das sich jetzt auf die gesamte Fußballgemeinde auswirkt”, meint ein Ungar.

In Bulgarien gibt es weniger Einsicht. Der dunkelhäutige Däne Patrick Mtiliga war während des Länderspiels am 12. Oktober rassistisch beleidigt worden, zudem warfen Anhänger Feuerwerkskörper auf den Platz.

“Diese Entscheidung ist nicht fair”, sagt ein Bulgare, “denn die Mannschaft wird für etwas bestraft, das sie nicht zu verantworten hat – und alle müssen darunter leiden. Ich halte das für eine einseitige Strafe, nur weil es ein osteuropäisches Land ist.”

Sollten sich die Vorfälle wiederholen, werde die FIFA noch härte Strafen aussprechen, so der Weltverband.