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Endlich selbstständig - Outset hilft benachteiligten Briten bei der Existenzgründung

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Endlich selbstständig - Outset hilft benachteiligten Briten bei der Existenzgründung

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Langzeitarbeitslose, Berufsanfänger, Rentner, Behinderte und Angehörige ethnischer Minderheiten sind selten unter den Existenzgründern zu finden. Ihnen fehlt oft der Zugang zu den nötigen finanziellen Mitteln.

In Großbritannien gibt es seit ein paar Jahren das Programm Outset, das genau diese Menschen dem Traum von der Selbstständigkeit einen Schritt näher bringt. So bekommen sie einen Fuß in die Tür. Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Seit zwei Jahren vermietet Michael Bennet in Bristol Zimmer an Studenten aus aller Welt. Seine Idee funktioniert so gut, dass er mittlerweile sechs Angestellte beschäftigt. Bevor er sich selbstständig machte, war Michael zwei Jahre lang arbeitslos. Dann kam das Programm – in einem Kurs lernte er seine guten Ideen in ein noch besseres Geschäft umzusetzen.

“Am Anfang habe ich einen Schlafplatz für 70 Pfund in der Woche angeboten”, erzählt Michael. “Jetzt kostet er schon 175 Pfund (etwa 215 Euro, Anm. d. R.). Ich habe gelernt, meine Produkte besser, selbstbewusster zu vermarkten und den Service zu verbessern. Outset hat mir viel beigebracht.”

Im Jahr 2012 hat er 300.000 Euro Umsatz gemacht. In seinem privaten Studentenheim wohnen zeitweise bis zu 50 junge Menschen. Und wenn es nach ihm geht, ist das noch lange nicht alles: “Wir würden gern eine Schule anschließen und unseren internationalen Gästen dort Englischkurse anbieten. Wir könnten Unternehmen ins Boot holen, die den jungen Menschen dann den Berufseinstieg ermöglichen.”

Übrigens wurde das Outset-Programm mit dem Europäischen Unternehmensförderpreis der Europäischen Kommission ausgezeichnet.

Bev Hurley ist die Outset-Chefin, George Ferguson der Bürgermeister von Bristol. Er weiß, dass auch seine Stadt von dem Programm profitiert: “Fast 170 Unternehmen sind entstanden und damit ein Plus für Bristols Wirtschaft von einer Million Pfund. Dabei sind allein bei uns fast 200 Arbeitsplätze entstanden.”

Landesweit entstanden sogar 1500 Arbeitsplätze. Das Programm funktioniert in mehreren Etappen. Die zukünftigen Geschäftsleute müssen zunächst Selbstvertrauen finden und ihr unternehmerisches Handwerk lernen. Ein Businessplan ist unerlässlich, genau wie die realistische Einschätzung der eigenen Zielsetzung.

“Den Businessplan legen wir potentiellen Geldgebern vor. So konnten wir für unsere Teilnehmer rund eine Million Pfund aufbringen”, resümiert Leiterin Bev Hurley. “Auch für jene, die früher einmal bankrott gegangen sind oder aus anderen Gründen von der Kreditvergabe ausgeschlossen waren.”

Und zum Schluß nennt uns Existenzgründer Michael Bennet noch seinen Schlüssel zum Erfolg: “Glaube an Deine Idee, vertraue Deinem Plan, arbeite hart und entschlossen für Dein gesetztes Ziel.”